DAS VERFAHREN

Die EDV ist bei allen Geschäftsprozessen ein fixer und unverzichtbarer Bestandteil. Trotz modernster Prüfmethoden, stellen der Einsatz neuer Technologien und der unaufhaltbare Fortschritt die Finanzverwaltungen EU-weit täglich vor neue Herausforderungen. Die Systeme werden immer komplexer, Geschäfte werden grenzübergreifend online abgewickelt und dadurch kaum nachvollziehbar. In fast allen europäischen Ländern werden (soweit nicht bereits erfolgt) die Weichen gestellt um die Einführung von Fiskalkontrollsystemen zu ermöglichen. Das Fehlen eines allgemein gültigen Standards führte bis jetzt zu einem massiven Anstieg der Aufwände bei Softwareherstellern und letztendlich bei den Handelsunternehmen.

ABWICKLUNG

Verfahren zur Dokumentation aufzeichnungspflichtiger Geschäftsvorfälle und Gewähr über Vollständigkeit und Unveränderbarkeit erhaltener Daten für 10 Jahre.

EFSTA (European Fiscal Standards Association) stellt ein Verfahren zur lückenlosen, revisionssicheren Dokumentation und treuhänderischen Verwahrung von aufzeichnungspflichtigen Geschäftsvorfällen zur Verfügung. Das Verfahren verfügt über mehrere Sicherheitsebenen, welche Unregelmäßigkeiten, böswillige Angriffe und Manipulationsversuche sofort erkennen und gegebenenfalls unterbinden. Die angewandten Verschlüsselungstechniken und intelligente Abwehralgorithmen bieten höchstmöglichen Datenschutz und Datensicherheit (Gutachten). Es ist sichergestellt, dass ausschließlich der Dateninhaber in der Lage ist die Daten in lesbarer Form darzustellen. Folglich hat nur der Dateninhaber die Möglichkeit, einen Zugriffsschlüssel zu erstellen, um Dritten (Prüfungsinstanzen, Steuerberater oder eigene Revision) Dateneinsicht zu gewähren. Der Datenzugriff kann sowohl zeitlich als auch auf Dateninhalte eingeschränkt werden. Eine Manipulation der Daten, durch jedwede Person, ist ausgeschlossen.

Das EFSTA-Verfahren (Patend Pending) wurde in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Hagenberg entwickelt. Die Skalierbarkeit des Verfahrens gewährleistet die Einsetzbarkeit auf allen Kassen- und Verrechnungssystemen (Ein- oder Mehrplatzkassen, Autarke sowie Client/Server Kasseninfrastrukturen, Einzel- oder Filialkassenabrechnungen, sowie moderne App-Kassensysteme, Webshops, Automatenkassen,…). Ausgenommen hiervon sind mechanische Kassensysteme, beziehungsweise Lösungen, welche über keine Schnittstelle zum Datenexport verfügen.

 

VERFAHRENsPrinzip

Die Sicherheit des EFSTA-Verfahrens basiert auf dem Prinzip, sämtliche Fiskaldaten unmittelbar nach deren Entstehung an ein sicheres Rechenzentrum (TrustCenter), zur treuhänderischen Verwahrung durch einen vertrauenswürdigen Dritten, in verschlüsselter Form zu übertragen. Die übermittelten Daten werden über die Dauer der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist hinaus (10 Jahre) im Rechenzentrum – außerhalb des Einflussbereichs auch des Dateninhabers – gespeichert. Dadurch werden die Vollständigkeit, die Chronologie, die Unveränderbarkeit und die Manipulationssicherheit der Fiskaldaten gewährleistet. Durch die Speicherung in einem zertifizierten, sicheren Rechenzentrum werden die Daten weiters gegen Untergang geschützt.

Das EFSTA Verfahren benötigt keine infrastrukturellen Änderungen und ist unabhängig von Betriebssystem, Hardware oder Softwarehersteller international anwendbar.

Fiskal-Middleware – EFSTA im internationalen Einsatz

Die EFSTA-Lösung wurde für den Einsatz im internationalen Umfeld konzipiert. Durch die Integration des EFR in das jeweilige Kassensystem können Daten an diverse europäische Fiskalsysteme (meist Online-Systeme wie in Kroatien oder Slowenien) übermittelt werden. Dadurch kann ein Kassensystem in vielen Ländern, welche fiskale Sicherungssysteme vorschreiben, eingesetzt werden, ohne die Kassensoftware zu ändern. Die technisch-organisatorische Abwicklung sowie die laufende Wartung erfolgt durch EFSTA (z.B. Fiskalisierungs- und Zertifizierungsprozesse). Ebenso ist es möglich das in Deutschland konzipierte Insika-System über die EFSTA-Lösung anzusprechen.

Die EFSTA-Infrastruktur ermöglicht weiters die Ausstellung digitaler Kassenbelege an Konsumenten. Mehr dazu finden Sie unter: Advanced Services